Crossing the Ocean

Crossing The Ocean” News Videos:

Eine musikalisch-historische Rundreise von Irland über Amerika bis zurück nach Europa.

Projektbeschreibung

Die traditionelle irische Folkmusik hat bis heute einen wesentlichen und spürbaren Einfluss auf die Entwicklung der modernen Popularmusik. Vor dem Hintergrund der von 1845 bis 1849 wütenden gewaltigen Hungersnot („Potatoe Famine“) emigrierten von rund 8 Millionen damals in Irland lebenden Iren weit über 3 Millionen in alle Welt. Die meisten davon nach Amerika und Kanada und mit ihnen auch die irische Musik. Für einen großen Teil der Auswanderer bedeutete dies jedoch nicht die Rettung, sondern eine Fahrt in den Tod oder zumindest in die Ungewissheit. Und nur wenige Schiffe, die im Corker Hafen Cobh ablegten, erlangten die traurige Berühmtheit der „Titanic“!

Der Vergleich von Tänzen und Liedern rechtfertigt es, angelsächsische und irische Musik als Kernstück der US-amerikanischen Folkmusik zu betrachten. Im Jahr 1860 lebten zudem in den Südstaaten 3,5 Mio. Sklaven.

Der Einfluss schwarzer und europäischer Musik auf die amerikanische Musikkultur ist unbestritten. Um 1900 bis 1930 beeinflussten sich schwarze und weiße Musiker gegenseitig. Der 2. Weltkrieg brach die Schranken zwischen Schwarz und Weiß zumindest beim Militär beträchtlich auf, was sich allmählich auch in der Bevölkerung auswirkte. Die Wiege des Rock’n’Roll steht in Memphis. Schwarzer Blues und weiße Folk- und Countrymusik sind seine Wurzeln.

In den 1950er Jahren kehrten der Blues, die Countrymusik und insbesondere der Rock ‘n Roll nach Europa zurück; hier wurden diese Musikrichtungen nachgespielt und weiterentwickelt. Zu Beginn der 60er Jahre entstanden daraus die Beatmusik und eine neue Form des Rock, die schließlich die Grundlagen der heutigen Pop-Musik wurden.

In einer ca. 2-stündigen Aufführung soll dieser Weg musikalisch und historisch aufgezeigt werden. Für die musikalische Umsetzung sorgen gleich 3 Bands:

Currach (Irish Folk),

The Trailriders (Country) sowie

The Random Players (Rock ‘n Roll).

Peter Tonger führt als Moderator durch die zweistündige Veranstaltung.

 

News zu “Crossing The Ocean”

Die Show Crossing the Ocean, deren Premiere am 24.10.2014 in der Stadtbücherei Köln-Rodenkirchen stattfand und deren Entstehung vom Verein Köln-Cork gefördert wurde, konnte einen herausragenden Erfolg verzeichnen. Mit stehenden Ovationen verlangten die Zuschauer am Ende der seit Wochen ausverkauften Darbietung nach Zugaben.

Ein derartiger Erfolg sei auf den seit Jahrzehnten stattfindenden Veranstaltungen noch nie vorgekommen, darüber waren sich die Mitarbeiter der Stadtbücherei einig.

Mit Witz und Charme führte Peter Tonger durch das Programm und erzählte die Geschichten hinter den Songs und Instrumentalstücken, die von den Musikern der Bands Currach, The Trail Riders und The Random Players dargeboten wurden. Hierbei wurden die Lebensumstände der Menschen in Irland und Amerika beschrieben und ein Bogen gespannt, der die Entwicklung der Musik zwischen den Kontinenten von 1850 bis heute nachzeichnet. Den Abschluss bildete ein aktueller Poptitel frisch aus der Hitparade.
 

Joachim Hoffmann startete den Abend mit einem irischen Lament auf den Uilleann Pipes, dem irischen Dudelsack, gefolgt von der Gruppe Currach mit traditioneller irischer Musik.
Von links: Uwe Beyer, Ralf P. Wackers, Ellen Jeikner, Katja Martens und Joachim Hoffmann.

Country-Sound mit den Trail Riders. Von links: Uwe van Egdom und Ulf Below.
Mit Rock ‘n’ Roll mischten die Random Players noch einmal mächtig das Publikum auf. Von links: Tobias Sauter, Heinz Bernd Hövelmann und Hendrick Herzmann.